Die Gewaltfreie Kommunikation nach Dr. Marshall Rosenberg

 

Bei dem Modell der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg handelt es sich nicht, wie oft missverständlich vermutet, um einen Ansatz insbesondere zur Abwehr körperlicher Gewalt, sondern es geht um eine Form der Kommunikation, die inzwischen zu den weltweit meist angewandten Konfliktlösungsstrategien gehört.
Ziel der GfK ist, die Verständigung zwischen Menschen klarer, wertschätzender und einfühlsamer zu gestalten.
Mit der Gewaltfreien Kommunikation lernen wir, unsere eigenen Gefühle und Bedürfnisse wahrzunehmen und klar auszudrücken - auf eine Art und Weise, die es sehr wahrscheinlich macht, verstanden zu werden und das zu bekommen, was wir brauchen. Gleichzeitig erweitern wir unsere Kompetenzen, anderen Menschen unsere respektvolle Aufmerksamkeit zu schenken.
Die Beschäftigung mit der Gewaltfreien Kommunikation kann zu persönlichem Wachstum beitragen.

 

Dr. Marshall Rosenberg...

 

war wissenschaftlicher Mitarbeiter von Carl Rogers und baut sein Modell auf der non-direktiven Intervention und klientenzentrierten Kommunikation auf.
Sein besonderer Beitrag ist, dass er die empathische Einstellung zum Leitfaden nimmt und die Komponenten der Kommunikation separiert in Beobachtungen, Gefühle, Bedürfnisse und Bitten.
Damit entsteht ein Gerüst für Gespräche, das auch in heißen Situationen überschaubar und anwendbar bleibt.

 

Mit der Gewaltfreien Kommunikation erweitern Sie Ihre Kompetenzen...

 

- sich ehrlich und klar auszudrücken, ohne Abwehr und Widerstand zu wecken
- potentielle Konflikte in friedliche Gespräche umzuwandeln
- Gedankenmuster aufzulösen, die zu Ärger, Depression und Verletzung führen
- mehr Tiefe und Achtsamkeit in Beziehungen zu entwickeln
- scheinbar unverständliches Verhalten anderer zu verstehen
- Lösungen zu finden, die nach Möglichkeit die Bedürfnisse aller erfüllen
- mitfühlend zuzuhören und die heilende Kraft der Empathie weiterzugeben, nicht nur in Konflikt-, sondern auch in Beratungssituationen

...und erfahren, dass Gewaltfreie Kommunikation über die verbale Kommunikation hinaus auch tiefere (heilsame) Aussöhnungsprozesse bedeuten kann – auch Heilung im Hinblick auf vergangene Erfahrungen und Beziehungen, die schmerzvoll oder erfolglos waren.

 

Das Modell der Gewaltfreien Kommunikation ist bedeutsam z.B.

 

- in privaten Beziehungen
- in der Pädagogik
- am Arbeitsplatz und in Organisationen
- für gesellschaftliche Veränderungen

 

Literaturempfehlung:

Rosenberg, Marshall B., Gewaltfreie Kommunikation.
Eine Sprache des Lebens, Junfermann
(auch als Hörbuch erhältlich)